Investieren für Einsteiger: Die Grundzüge der Geldanlage

Auf den ersten Blick bietet der Markt für Geldanlagen viele Möglichkeiten – vom guten alten Sparbuch über Festzinsanlagen bis zu Aktien, Anleihen und Fondsanteilen. Viele Verbraucher meinen, dass sie sich in diesem “Dschungel” nur mit Hilfe eines professionellen Beraters orientieren können. Alternativ können sich jedoch auch Einsteiger ihr Anlageportfolio selbst zusammenstellen.

Sofern es um eine professionelle Finanzberatung geht, haben anlagewillige Privatpersonen zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder führt sie ihr Weg zur Hausbank um die Ecke oder zu einem Finanzberater ihrer Wahl. Experten in ihrem Fach werden in den meisten Fällen sowohl der angestellte als auch der freie Berater sein. Problematisch ist allerdings, dass sie sich bei der Vermittlung von Anlageprodukten und Finanzdienstleistungen vor allem an den Interessen ihrer Partner und weniger an ihren Kunden orientieren – schließlich leben sie unter anderem von den Provisionen für einen erfolgreichen Verkauf. Durch eine solche Beratung erwerben Verbraucher folglich nicht selten überteuerte Produkte, die zu ihren persönlichen Anlagevoraussetzungen nicht wirklich passen. Im Vergleich dazu kannst du eine deutlich individuellere Anlagestrategie entwickeln. Voraussetzung dafür ist, dass du die Grundzüge der Geldanlage kennst.

Gute Anlageplanung geht vom Gesamtvermögen aus

Eine gute Anlageplanung geht immer vom Gesamtvermögen aus. Die erste Grundregel dafür lautet: Vor der Geldanlage Schulden tilgen! Die Zinsen auf bestehende Kredite – darunter auch den beliebten Dispo – sind fast immer deutlich höher als die Erträge, die deine Geldanlagen bringen. Eine Ausnahme stellen hier lediglich Immobilienkredite dar – schließlich sind die Eigentumswohnung oder das Einfamilienhaus auch selbst eine renditeträchtige Geldanlage. Falls die Ablösung von Krediten nicht kurzfristig möglich ist, können auch eine Umschuldung und das Zusammenfassen aller Verbindlichkeiten in einem einzigen Darlehen Zinsvorteile bringen.

Die nächste Fragen lauten: Welche Vermögenswerte und welche freien finanziellen Mittel sind vorhanden? Danach richtet sich unter anderem das Risikoprofil künftiger Geldanlagen. Wenn du bereits größere Beträge in sicheren Anlagemodellen – beispielsweise Tagesgeld, Festgeld oder einer Riester-Rente – besitzt, kannst du dir mit einer weiteren Summe auch eine risikoreichere Geldanlage leisten. Bei kleinen Gesamtvermögen oder langfristig nicht sicheren Perspektiven von Einkommen und Arbeitsplatz sollte dagegen Anlagesicherheit an allererster Stelle stehen.

Höhere Renditen – größeres Risiko

Generell gilt, dass höhere Renditen immer auch ein größeres Risiko bedeuten. Tages- und Festgeld oder Sparbriefe erwirtschaften einerseits derzeit kaum noch Zinsen, dafür sind diese ebenso wie die Sicherheit des Anlagevermögens jedoch langfristig garantiert. Demgegenüber sind Aktien deutlich renditeträchtiger – durch Kursverluste an den Börsen können sich jedoch nicht nur die Gewinne, sondern auch dein Anlagevermögen im ungünstigsten Fall deutlich reduzieren. Bei Wertpapierinvestitionen spielen außerdem die unterschiedlichen Risikoprofile einzelner Aktien und anderer Wertpapiere eine Rolle.

Mit welchem Anlagezeitraum kannst und willst du planen?

Für die Auswahl der richtigen Geldanlage ist es auch wichtig, den möglichen Anlagezeitraum realistisch zu bewerten. Beispielsweise erwirtschaften langfristige Festgeldanlagen grundsätzlich höhere Zinsen – von Ausnahmen abgesehen, ist die Anlagesumme jedoch für den gesamten Anlagezeitraum blockiert. Falls eine vorzeitige Auflösung des Anlagekontos überhaupt möglich ist, werden dafür zum Teil hohe Gebühren fällig. Bei Investitionen in Wertpapiere hängt der Anlageerfolg oft maßgeblich von der Anlagedauer ab. Wenn Aktien oder Fondsanteile über einen langen Zeitraum gehalten werden, gleichen sich Rückschläge und Krisen an der Börse hierdurch in vielen Fällen wieder aus. Übrigens beruhen die Renditeprognosen von Fondsmanagern immer auf einer solchen langfristigen Planung.

Finanzexperten sprechen bei einem Anlagezeitraum von bis zu fünf Jahren von einer kurzfristigen Geldanlage. Bei mittelfristigen Investitionen für einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren investiert. Längere Zeiträume werden als langfristiger Anlagehorizont betrachtet. Auch vor einer Entscheidung darüber, welcher Anlagezeitraum für dich passend ist, steht die Betrachtung deiner persönlichen finanziellen Voraussetzungen und deiner Anlageziele. Möchtest du für deine Altersversorgung sparen? Ist dafür ein bestimmter monatlicher Anlagebetrag aus heutiger Perspektive tatsächlich realistisch? Oder geht es darum, in fünf oder sechs Jahren eine größere Anschaffung zu finanzieren?

In jedem Fall sollte jedoch ein Teil der angelegten Gelder bei Bedarf kurzfristig verfügbar sein. Bei langfristigen Investitionen sind spätere Umschichtungsmöglichkeiten in sichere Geldanlagen wichtig. Eine solche Umschichtung ist bei einer privaten Altersvorsorge auf der Basis von Aktieninvestitionen beispielsweise schon einige Jahre vor dem Renteneintritt zu empfehlen.

Breite Streuung minimiert Risiken und Verluste

Vor zu hohen Risiken und Verluste können sich Privatanleger vor allem durch eine möglichst breite Streuung ihrer Geldanlagen schützen. Ein Teil des Anlagevermögens sollte dabei immer in sichere Anlagemodelle fließen. Hier stehen Tages- oder Festgeld an allererster Stelle. Auch Immobilien – für viele private Verbraucher ohnehin ein Lebenstraum – gelten als sichere Geldanlage. Streuung bzw. Diversifikation in mehrere Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Fonds …) ist jedoch auch für Investitionen an der Börse zu empfehlen. Verluste einzelner Papiere werden dann durch mögliche Gewinne in anderen Bereichen voraussichtlich wieder aufgefangen.

Gebührenfallen bei der Geldanlage

Tages- und Festgeldkonten sowie Sparbriefe werden heute von nahezu allen Banken völlig unentgeltlich angeboten. Bei aktiv verwalteten Aktienfonds fallen dagegen zum Teil hohe Gebühren an – die Kosten für das Fondsmanagement belaufen sich zum Teil auf bis zu zwei Prozent des Anlagevermögens. Deutlich günstiger sind sogenannte Indexfonds. Laut einer Berechnung des Verbraucherportals “finanztip.de” lassen sich damit im Vergleich zu Aktienfonds bei einer Anlagesumme von 20.000 Euro und einem Anlagezeitraum von 15 Jahren über 17.000 Euro an Gebühren sparen.

Fazit: Das optimale Portfolio für Starter

Das optimale Portfolio für Starter besteht aus einer Kombination aus Tagesgeld, Festgeld und günstigen Investment-Fonds. Die Relation der einzelnen Anlageformen kannst du dabei je nach deiner Risikobereitschaft individuell gestalten.

 

Auf den ersten Blick bietet der Markt für Geldanlagen viele Möglichkeiten – vom guten alten Sparbuch über Festzinsanlagen bis zu Aktien, Anleihen und Fondsanteilen. Viele Verbraucher meinen, dass sie sich in diesem “Dschungel” nur mit Hilfe eines professionellen Beraters orientieren können. Alternativ können sich jedoch auch Einsteiger ihr Anlageportfolio selbst zusammenstellen.

Sofern es um eine professionelle Finanzberatung geht, haben anlagewillige Privatpersonen zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder führt sie ihr Weg zur Hausbank um die Ecke oder zu einem Finanzberater ihrer Wahl. Experten in ihrem Fach werden in den meisten Fällen sowohl der angestellte als auch der freie Berater sein. Problematisch ist allerdings, dass sie sich bei der Vermittlung von Anlageprodukten und Finanzdienstleistungen vor allem an den Interessen ihrer Partner und weniger an ihren Kunden orientieren – schließlich leben sie unter anderem von den Provisionen für einen erfolgreichen Verkauf. Durch eine solche Beratung erwerben Verbraucher folglich nicht selten überteuerte Produkte, die zu ihren persönlichen Anlagevoraussetzungen nicht wirklich passen. Im Vergleich dazu kannst du eine deutlich individuellere Anlagestrategie entwickeln. Voraussetzung dafür ist, dass du die Grundzüge der Geldanlage kennst.

Gute Anlageplanung geht vom Gesamtvermögen aus

Eine gute Anlageplanung geht immer vom Gesamtvermögen aus. Die erste Grundregel dafür lautet: Vor der Geldanlage Schulden tilgen! Die Zinsen auf bestehende Kredite – darunter auch den beliebten Dispo – sind fast immer deutlich höher als die Erträge, die deine Geldanlagen bringen. Eine Ausnahme stellen hier lediglich Immobilienkredite dar – schließlich sind die Eigentumswohnung oder das Einfamilienhaus auch selbst eine renditeträchtige Geldanlage. Falls die Ablösung von Krediten nicht kurzfristig möglich ist, können auch eine Umschuldung und das Zusammenfassen aller Verbindlichkeiten in einem einzigen Darlehen Zinsvorteile bringen.

Die nächste Fragen lauten: Welche Vermögenswerte und welche freien finanziellen Mittel sind vorhanden? Danach richtet sich unter anderem das Risikoprofil künftiger Geldanlagen. Wenn du bereits größere Beträge in sicheren Anlagemodellen – beispielsweise Tagesgeld, Festgeld oder einer Riester-Rente – besitzt, kannst du dir mit einer weiteren Summe auch eine risikoreichere Geldanlage leisten. Bei kleinen Gesamtvermögen oder langfristig nicht sicheren Perspektiven von Einkommen und Arbeitsplatz sollte dagegen Anlagesicherheit an allererster Stelle stehen.

Höhere Renditen – größeres Risiko

Generell gilt, dass höhere Renditen immer auch ein größeres Risiko bedeuten. Tages- und Festgeld oder Sparbriefe erwirtschaften einerseits derzeit kaum noch Zinsen, dafür sind diese ebenso wie die Sicherheit des Anlagevermögens jedoch langfristig garantiert. Demgegenüber sind Aktien deutlich renditeträchtiger – durch Kursverluste an den Börsen können sich jedoch nicht nur die Gewinne, sondern auch dein Anlagevermögen im ungünstigsten Fall deutlich reduzieren. Bei Wertpapierinvestitionen spielen außerdem die unterschiedlichen Risikoprofile einzelner Aktien und anderer Wertpapiere eine Rolle.

Mit welchem Anlagezeitraum kannst und willst du planen?

Für die Auswahl der richtigen Geldanlage ist es auch wichtig, den möglichen Anlagezeitraum realistisch zu bewerten. Beispielsweise erwirtschaften langfristige Festgeldanlagen grundsätzlich höhere Zinsen – von Ausnahmen abgesehen, ist die Anlagesumme jedoch für den gesamten Anlagezeitraum blockiert. Falls eine vorzeitige Auflösung des Anlagekontos überhaupt möglich ist, werden dafür zum Teil hohe Gebühren fällig. Bei Investitionen in Wertpapiere hängt der Anlageerfolg oft maßgeblich von der Anlagedauer ab. Wenn Aktien oder Fondsanteile über einen langen Zeitraum gehalten werden, gleichen sich Rückschläge und Krisen an der Börse hierdurch in vielen Fällen wieder aus. Übrigens beruhen die Renditeprognosen von Fondsmanagern immer auf einer solchen langfristigen Planung.

Finanzexperten sprechen bei einem Anlagezeitraum von bis zu fünf Jahren von einer kurzfristigen Geldanlage. Bei mittelfristigen Investitionen für einen Zeitraum zwischen fünf und zehn Jahren investiert. Längere Zeiträume werden als langfristiger Anlagehorizont betrachtet. Auch vor einer Entscheidung darüber, welcher Anlagezeitraum für dich passend ist, steht die Betrachtung deiner persönlichen finanziellen Voraussetzungen und deiner Anlageziele. Möchtest du für deine Altersversorgung sparen? Ist dafür ein bestimmter monatlicher Anlagebetrag aus heutiger Perspektive tatsächlich realistisch? Oder geht es darum, in fünf oder sechs Jahren eine größere Anschaffung zu finanzieren?

In jedem Fall sollte jedoch ein Teil der angelegten Gelder bei Bedarf kurzfristig verfügbar sein. Bei langfristigen Investitionen sind spätere Umschichtungsmöglichkeiten in sichere Geldanlagen wichtig. Eine solche Umschichtung ist bei einer privaten Altersvorsorge auf der Basis von Aktieninvestitionen beispielsweise schon einige Jahre vor dem Renteneintritt zu empfehlen.

Breite Streuung minimiert Risiken und Verluste

Vor zu hohen Risiken und Verluste können sich Privatanleger vor allem durch eine möglichst breite Streuung ihrer Geldanlagen schützen. Ein Teil des Anlagevermögens sollte dabei immer in sichere Anlagemodelle fließen. Hier stehen Tages- oder Festgeld an allererster Stelle. Auch Immobilien – für viele private Verbraucher ohnehin ein Lebenstraum – gelten als sichere Geldanlage. Streuung bzw. Diversifikation in mehrere Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Fonds …) ist jedoch auch für Investitionen an der Börse zu empfehlen. Verluste einzelner Papiere werden dann durch mögliche Gewinne in anderen Bereichen voraussichtlich wieder aufgefangen.

Gebührenfallen bei der Geldanlage

Tages- und Festgeldkonten sowie Sparbriefe werden heute von nahezu allen Banken völlig unentgeltlich angeboten. Bei aktiv verwalteten Aktienfonds fallen dagegen zum Teil hohe Gebühren an – die Kosten für das Fondsmanagement belaufen sich zum Teil auf bis zu zwei Prozent des Anlagevermögens. Deutlich günstiger sind sogenannte Indexfonds. Laut einer Berechnung des Verbraucherportals “finanztip.de” lassen sich damit im Vergleich zu Aktienfonds bei einer Anlagesumme von 20.000 Euro und einem Anlagezeitraum von 15 Jahren über 17.000 Euro an Gebühren sparen.

Fazit: Das optimale Portfolio für Starter

Das optimale Portfolio für Starter besteht aus einer Kombination aus Tagesgeld, Festgeld und günstigen Investment-Fonds. Die Relation der einzelnen Anlageformen kannst du dabei je nach deiner Risikobereitschaft individuell gestalten.

 

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *